Meine Must-Haves in der Näh-Grundausstattung – Teil 1: Vorbereitung

Meine Must-Haves-Vorbereitung

Meine Must-Haves in der Näh-Grundausstattung – Teil 1: Vorbereitung

Du möchtest gerne nähen lernen, weißt aber nicht, welche Näh-Grundausstattung du dafür unbedingt brauchst? Dann komm mit, ich zeige dir hier, welche Bestandteile deine Näh-Grundausstattung zum Vorbereiten eines Nähprojektes unbedingt beinhalten sollte.

Als ich begonnen habe zu nähen, musste ich mir die Näh-Grundausstattung mühsam zusammensuchen. Daher habe ich beschlossen, dir das Leben einfacher zu machen und eine Aufstellung meiner heutigen Näh-Grundausstattung zu machen.

Falls du schon alle Teile zum Vorbereiten hast, sieh dir doch meine Liste für die Näh-Grundausstattung zum Nähen an. Die hast du auch schon und du willst endlich loslegen, dann schau dir an, wie ich meine Schnittmuster vorbereite.

Was gehört alles in die Näh-Grundausstattung?

Für mich gehören die folgenden Dinge unbedingt zur Näh-Grundausstattung zum Vorbereiten eines Nähprojektes:

  1. Schnittmuster oder ein Buch zum Nähen lernen
  2. Maßband
  3. Seidenpapier
  4. Bleistift, Radiergummi, Lineal und Schere
  5. Stoff
  6. Stecknadeln
  7. Kreide oder Textilstift
  8. Stoffschere
Die Materialien der Näh-Grundausstattung

Meine Näh-Grundausstattung

Natürlich gibt es noch viel mehr Nähzubehör, aber das kommt meiner Erfahrung nach mit der Zeit dazu und das brauchst du nicht, um starten zu können. Weitere Tipps und Tricks zum Thema Nähen findest du in meiner Kategorie “Tipps und Tricks”.

1) Schnittmuster oder ein Buch zum Nähen lernen

Um erst einmal Nähte auf einem Stück Stoff zu üben, brauchst du natürlich kein Schnittmuster. Ich selbst bin aber ein Mensch, der Fortschritte an “echten” Projekten sehen muss. Daher fiel es mir leichter, mich anhand einer Anleitung Stück für Stück voran zu arbeiten und zu lernen. Zuerst habe ich es ohne Plan und Vorlage versucht und bin gnadenlos gescheitert Irgendwie kam da nichts Brauchbares dabei raus. Deswegen gehört für mich ein gutes Schnittmuster bzw. ein gutes Näh-Buch ganz unbedingt in deine Näh-Grundausstattung

Dann bin ich bei Amazon über das Buch “Liebe auf den ersten Stich” von Tilly and the Buttons (*) gestolpert. Das Buch ist auf Deutsch, im Gegensatz zu Tillys anderen Schnittmustern. Tilly erklärt die Grundlagen schön anschaulich und immer anhand eines konkreten Projektes, an dem man arbeitet. Das Buch startet mit sehr einfachen Schnittmustern wie z.B. einem Haarband und Pyjamahosen. Die Anleitungen sind Schritt für Schritt durchgehend bebildert.

Ein Buch für Anfänger mit Schnittmustern und Anleitungen

Ein Buch für Anfänger mit Schnittmustern und Anleitungen gehört in die Näh-Grundausstattung

An andere Schnittmuster aus Zeitschriften oder von Burda Style habe ich mich erst viel später gewagt. Manchmal finde ich es immer noch schwer, die dort beschriebenen Schritte zu verstehen, wenn kein Foto dabei ist. Für den Anfang ist es erstmal nur wichtig, einen Startpunkt, also ein Buch oder ein Schnittmuster zu haben und dann heißt es einfach loslegen. Die  Erfahrung kommt mit jedem genähten Stück.

2) Maßband zum Messen

Um zu wissen, welche Maße du hast (z.B. Taillenumfang etc.) und anhand derer die richtige Größe des Schnittmusters auswählen zu können, gehört ein Maßband (*), das du um deinen Körper schlingen kannst, definitiv zur Näh-Grundausstattung. Es muss also flexibel sein. Messen ist unheimlich wichtig, weil du ja willst, dass dein Nähwerk auch perfekt passt. Wie du deine Maße richtig misst, zeige ich dir in meinem Blogpost “Richtig Maß nehmen”. Anhand deiner Maße kannst du später dann auch das Schnittmuster anpassen. Deswegen am besten vor jedem neuen Nähprojekt nochmal die Maße checken. Achte beim Lagern deines Maßbands darauf, dass du es nicht zu eng rollst, schließlich willst du es noch lange benutzen können. Meines liegt meist recht lose in einer Pastikkiste mit dem anderen Nähzubehör.

Niemals das Messen vergessen, sonst passt das Nähstück nachher nicht

Niemals das Messen vergessen, sonst passt das Nähstück nachher nicht

3) Seidenpapier zum Abpausen der Schnittmuster

Ich pause alle meine Schnittmuster auf Seidenpapier ab, um das Original nicht zu beschädige. So bleibt es mir lange erhalten und ich kann es immer wieder verwenden, falls ich doch mal eine andere Größe nähen möchte. Wie ich meine Schnittmuster abpause und vorbereite, kannst du im Blogpost “Schnittmuster vorbereiten” lesen. Zum Abpausen habe ich das Seidenpapier von BurdaStyle (*) für mich und meine Näh-Grundausstattung entdeckt.

Seidenpapier zum Schnittmuster abzeichnen

Seidenpapier zum Schnittmuster abzeichnen ist Hauptbestandteil meiner Näh-Grundausstattung

Damit kann ich gut die Linien und die Markierungen abzeichnen. Allerdings ist das Seidenpapier auch sehr anfällig für Risse, daher muss man vorsichtig damit umgehen. Die abgepausten Schnitte lagere ich nach dem Ausschneiden der Stoffteile dann in einem normalen Ordner in Klarsichthüllen. So kann ich sie immer wieder finden und neu verwenden. Du kannst statt Seidenpapier auch herkömmliches Transparentpapier nehmen.

4) Bleistift, Radiergummi, Lineal und Schere zum  Vorbereiten der Schnittteile

Zum Abzeichnen der Schnittmuster verwende ich am liebsten einen weichen Druckbleistift (*). Den muss ich nicht ständig Anspitzen gehen bei größeren Schnitten. Außerdem muss ich da keine Angst haben, das Seidenpapier kaputt zu machen, weil er vielleicht zu spitz ist. Gerundete Teile des Schnittmusters zeichne ich freihändig ab, bei geraden Linien nutze ich meine beiden Lineale als Hilfsmittel: ein Geodreieck (*) und ein langes gerades Lineal (*). Damit geht das einfach schneller. Und wenn doch mal was daneben geht, gibt es einen weichen Radiergummi oder Radiergummistift (*). Geduld ist beim Abpausen das Wichtigste. Wenn du die Schnittteile krumm abmalst, wird dein Kleidungsstück später auch krumm. Nachdem ich die Schnittteile alle auf Seidenpapier abgepaust habe, schneide ich sie mit einer herkömmlichen Haushalts- oder Bastelschere (*) aus. Diese Teile sind also aus meiner Näh-Grundausstattung nicht mehr wegzudenken.

Schere, Stein, Papier - ach nee: Schere, Lineal ,Radiergummi

Schere, Stein, Papier – ach nee: Schere, Lineal, Radiergummi muss unbedingt in die Näh-Grundausstattung

5) Stoff zum Verarbeiten

Für den Anfang empfehle ich dir, einen günstigen Stoff zu verwenden. Einige meiner ersten Nähprojekte waren nicht ganz so toll wie erwartet und ich hatte jedes Mal beim Zuschneiden ein “Oh Gott, hoffentlich klappt alles” im Kopf. Besagte Nähprojekte habe ich vor einigen Tagen nach langem Hin und Her dann auch zur Altkleidersammlung gegeben. Für den Anfang kannst du auch z.B. mit dem Stoff deiner alten Kleidungsstücke anfangen, die du nicht mehr trägst. Oder jemand aus deiner Familie hat vielleicht noch was im Schrank, was er nicht mehr braucht. Ansonsten habe ich schon viel günstigen Stoff im Ausverkauf von stoffe.de oder bei deren Stoffresten gefunden. Da ärgert man nicht ganz so sehr, wenn mal was schief geht. Da man aber ohne Stoff ja nicht nähen kann, muss ich dir wohl nicht ausdrücklich sagen, dass er in die Näh-Grundausstattung gehört, oder?

Der Stoff aus dem Träume gemacht sind

Der Stoff aus dem Träume gemacht sind

6) Stecknadeln zum Feststecken

Stecknadeln sind eines der wichtigsten und am meisten verwendeten Utensilien beim Nähen und gehören für mich definitiv zur Näh-Grundausstattung. Bei der Vorbereitung brauchst du sie, um dein Schnittmuster auf dem Stoff zu fixieren. Dann kannst du die Schnittteile sauber ausschneiden. Später beim Nähen steckst du mit den Stecknadeln die verschiedenen Stoffteile aufeinander fest, dass sie nicht verrutschen. Dafür verwende ich mittlerweile auch immer mal wieder meine Stoffklammern (*), aber es gibt einfach Momente, in denen Stoffklammern nicht genutzt werden können. Meine Stecknadeln sind von Prym (*) und ich habe mir gleich noch ein magnetisches Nadelkissen (*) dazu geholt, dass ich nicht immer die Nadeln suchen muss. Stecknadeln braucht man je nach Größe des Nähprojektes eine ganze Menge…

Stecken und stecken...nur nicht in den Finger

Stecken und stecken…nur nicht in den Finger

7) Kreide oder Textilstift zum Markieren

Ab und zu musst du beim Nähen Markierungen für Löcher etc. auf dem Stoff anbringen. Dafür eignet sich je nach Stoff am besten ein wasserlöslicher Textilstift (*) oder Schneiderkreide (*). Bei hellem Stoff verwende ich lieber den Textilstift, bei dunklem Stoff sieht man die Kreide besser. Beides ist wieder auswaschbar, also auf den fertigen Kleidungsstück nicht zu sehen. Schneiderkreide gibt es als Tafeln oder Stift. Ich empfehle den Stift, da die Tafeln mir teilweise zu störrisch waren. Die Markierungen solltest du auch wirklich übertragen, sie sagen dir z.B. wo Knöpfe hingehören. Ich habe schon oft Markierungen gesucht, die ich vergessen hatte. Deswegen sind Kreide und Textilstift aus meiner Näh-Grundausstattung absolut nicht wegzudenken.

Stecken und stecken...nur nicht in den Finger

Immer schön alle Markierungen auf den Stoff übertragen

8) Stoffschere zum Zuschneiden

Zu guter Letzt brauchst du noch in deiner Näh-Grundausstattung eine spezielle Stoffschere (*), um deine Schnittteile aus Stoff auszuschneiden. Stoffscheren haben extra einen Knick zwischen Griff und Klinge, damit du besser den flach liegenden Stoff schneiden kannst. Mit der Stoffschere solltest du auch wirklich nur den Stoff schneiden, sonst wird sie schnell stumpf und das wäre sehr schade. Denn Stoffscheren sind normalerweise sehr scharf und schneiden den Stoff wie Butter, ein himmlisches Gefühl :-). Besonders bei der Stoffschere solltest du in eine von guter Qualität investieren, nicht, dass sie beim Schneiden deinen schönen Stoff und dein Nähprojekt ruiniert. Eine Zickzackschere brauchst du für den Beginn nicht unbedingt.

Schnipp und Schnapp

Schnipp und Schnapp

Nun kennst du meine Näh-Grundausstattung zur Vorbereitung von Nähprojekten. In Teil 2 zeige ich dir meine Näh-Grundausstattung zum Nähen.

Du willst das Ganze lieber als PDF zum Ausdrucken haben? Kein Problem, dann hol dir meine ultimative Checkliste für die Näh-Grundausstattung!

Ultimative Checkliste zur Näh-Grundausstattung

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Comments: 2

  1. […] wollte eigentlich nur in der Lage sein, meine kaputte Kleidung selbst reparieren zu können. In Teil 1 meiner Must-Haves habe ich dir gezeigt, was du für den Anfang alles zur Vorbereitung eines Nähprojektes brauchst. […]

  2. […] auf und in dem Regal direkt neben dem Schreibtisch (Welches Zubehör das ist kannst du in meinen Beiträgen zu den Must Haves zum Vorbereiten und Nähen lesen). Im unteren Teil meines Regals bewahre ich einen winzigen Teil meiner Stoffe und meine […]

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