Meine Must-Haves in der Näh-Grundausstattung – Teil 2: Nähen

Meine Must-Haves-Nähen

Meine Must-Haves in der Näh-Grundausstattung – Teil 2: Nähen

Du möchtest gerne nähen lernen, weißt aber nicht, welche Grundausstattung du dafür unbedingt brauchst? Dann komm mit, ich zeige dir hier, welche Must-Haves deine Grundausstattung zum Nähen unbedingt beinhalten sollte.

Als ich begonnen habe zu nähen, musste ich mir die Grundausstattung mühsam zusammensuchen. Daher habe ich beschlossen, dir das Leben einfacher zu machen und eine Aufstellung meiner heutigen Must-Haves zu machen.

Hast du schon den Beitrag zu Teil 1 meiner Must-Haves gelesen? Falls nein, schau dir zuerst Teil 1 an.

Du willst lieber direkt loslegen? Dann schau dir an, wie ich meine Schnittmuster vorbereite.

Was gehört alles in die Must-Haves zum Nähen?

Kümmern wir uns also weiter um die Frage: Was brauche ich eigentlich alles, um selbst ein Kleidungsstück zu nähen?

Für mich gehören die folgenden Dinge zu meinen Must-Haves zum Nähen:

  1. Nähmaschine (*) und Nähmaschinenfüßchen
  2. Nähmaschinennadeln
  3. Spulen für den Unterfaden
  4. Nähgarn
  5. Nahttrenner
  6. Bügeleisen & Bügelbrett
Überblick über meine Must-Haves zum Nähen

Überblick über meine Must-Haves zum Nähen

Natürlich gibt es noch viel mehr Nähzubehör, aber das kommt meiner Erfahrung nach mit der Zeit dazu und das brauchst du nicht, um starten zu können. Weitere Tipps und Tricks zum Thema Nähen findest du in meiner Kategorie “Tipps und Tricks”.

1) Nähmaschine und Nähmaschinenfüßchen

Der erste Teil meiner Must-Haves zum Nähen ist garz klar meine Nähmaschine. Meine Nähmaschine ist eine Brother Innov-is 35 (*). Ich habe sie in einem Spezialgeschäft für Nähbedarf gekauft. Du kannst sie zwar auch im Internet kaufen, aber im Internet gibt es meiner Meinung nach keine so gute Beratung. Bei Schanbacher in Esslingen bei Stuttgart, wo ich meine Nähmaschine gekauft habe, gab es zur Nähmaschine sogar noch kostenlos eine einstündige Einweisung als Einzelstunde dazu. Also nur die Nähmaschine, meine Mum, der Experte und ich.

Der Vorteil, deine Nähmaschine in einem Spezialgeschäft zu kaufen, liegt darin, dass du die Verkäufer ausfragen kannst und ihnen direkt sagen kannst, was du vor hast. Dann können sie dir eine passende Nähmaschine empfehlen und du hast sogar die Chance vor dem Kauf eine der Vorführmaschinen auszuprobieren. Und sollte nach dem Kauf mal was nicht in Ordnung sein, kannst du dort einfach vorbeifahren und fragen.

Meine Näh- oder Zaubermaschine: Brother Innov-is 35

Meine Näh- oder Zaubermaschine: Die Brother Innov-is 35

Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob nähen genau dein Ding ist und du einfach mal testen willst, schau doch einfach mal, ob es in deiner Nähe ein Nähcafe gibt, wo du gegen eine geringe Gebühr einfach an dort zur Verfügung stehenden Nähmaschinen ausprobieren oder sogar einen Kurs besuchen kannst. Im Stuttgarter Raum gibt es auch an der Volkshochschule (vhs) gelegentlich Nähkurse.

Grundsätzlich brauchst du als Nähanfänger aber keine mega-teure Nähmaschine, die allen Schnickschnack kann. Wenn du aber schon weißt, dass du dabei bleiben willst, dann ist ein Stretch-Stich und ein Overlock-Stich schon ganz nett. Das weiß ich jetzt so langsam zu schätzen. Eine Spezialmaschine wie eine Overlock-Maschine brauchst du als Anfänger aber auf keinen Fall. Ich nähe jetzt seit mehreren Jahren und komme immernoch ohne aus.

Deine Nähmaschine sollte idealerweise auch gleich mehrere Nähmaschinenfüßchen dabei haben. Für den Anfang reichen hier der normale Nähfuß und ein Reißverschlussfuß.

2) Nähmaschinennadeln

Ohne Nadel näht es sich so schlecht, also ganz klar ein wichtiger Teil der Must-Haves! Generell kommt es bei Nadeln darauf an, mit welchem Stoff du nähen möchtest. Ich habe in meinem Fundus vier verschiedene Sorten von Nadeln:

  1. Zuerst einmal gibt es da die Universalnadeln (*), mit denen man so ziemlich alles nähen kann. Ich nähe damit meistens Baumwollstoff.
  2. Um T-Shirts etc. aus Jersey zu nähen, gibt es spezielle Jerseynadeln (*). Die haben eine spezielle Spitze, die dafür sorgt, dass die Maschen des Jersey-Stoffs beim Nähen nicht beschädigt werden und es keine Laufmaschen gibt.
  3. Wenn ich ganz feinen Stoff wie z.B. Satin oder dünnen Blusenstoff nähe, dann verwende ich Microtexnadeln (*). Die haben eine feinere Spitze, um den schönen Stoff nicht so sehr zu durchlöchern.
  4. Und für Jeans gibt es auch spezielle Jeansnadeln (*). Die sind entsprechend verstärkt, sodass sie beim Nähen des dickeren Jeansstoffs nicht gleich abbrechen. Seit ich viele Jeans nähe, brauch ich davon immer mal wieder neue ;-).

    Meine verschiedenen Sorten Nähmaschinennadeln

    Meine verschiedenen Sorten Nähmaschinennadeln

Was die Stärke angeht, gibt es folgende Faustregel: dünne Stoffe wie Seide und Satin werden mit den kleineren Nadelstärken (60er) genäht, für mittelschwere Stoffe verwendest du die 80er Nadeln und bei ganz schweren Stoffen wie Plane verwendest du am besten die ganz dicken Nadeln (100er). Wenn du die falsche Nadel verwendest, kann es passieren, dass du deinen Stoff zerstörst, weil du mit der Nadel zu große Löcher machst oder dass die Nadel abbricht.

3) Spulen für den Unterfaden

Auch Spulen sind ein ganz klarer Bestandteil meiner Must-Haves: Nun ja, ohne Unterfaden wird das nix mit dem Nähen und der Unterfaden muss eben auf eine zu deiner Nähmaschine passenden Unterfadenspule (*). Weil du ja nicht immer den kompletten Faden einer Farbe wieder abwickeln willst, um mit einer neuen Fadenfarbe beginnen zu können, rate ich dir, dir gleich mehrere Zusatzspulen zu kaufen. Bei meiner Nähmaschine waren drei Spulen dabei und ich habe dann nochmal 10 zusätzlich gekauft. Um meine Spulen ordentlich zu lagern und sie immer wieder zu finden, habe ich noch eine Spulenbox von Prym (*) dazugekauft, in die ich sogar noch viel mehr Spulen packen könnte. Frisch gespult ist halb genäht ;-).

Spulen und Garn: Sonst hält das nix

Unverzichtbar in den Must-Haves: Spulen und Garn

4) Nähgarn

Zum Nähen brauchst du natürlich auch noch Nähgarn, wie sonst sollen die Stoffteile aufeinander halten? Mir wurde im Nähladen empfohlen, hochwertiges Garn zu verwenden und das hat sich bisher bewährt. Mir ist noch nie der Faden beim Nähen abgerissen und das Garn verheddert sich auch nicht ständig in der Maschine. Hochwertiges Garn verbindet sich auch besser mit dem Stoff, sodass das Endergebnis schließlich einfach professioneller aussieht.  Ich verwende das Garn Aerofil von Madeira (*), das es in zig verschiedenen Farben gibt. Eine andere Empfehlung, die ich schon gehört habe, sind das Garn von Gütermann (*). Vom Preis her kann man bei Aerofil bei 7€ für 1000m meiner Meinung nach nix aussetzen, weil das auch echt ewig hält. Die Standardfarben, also die absoluten Must-Haves, die ich immer brauche sind Schwarz, Weiß und Grau. Bei dir kann das aber anders sein, je nachdem mit welchen Stofffarben du besonders viel nähst. Ansonsten brauchst du in etwa eine zum Stoff passende Farbe, dass der Faden nicht blöd durchscheint. Bei ausgefallenen Farben bieten sich dann die kleineren Rollengrößen an, sonst werden die ja nie leer.

5) Nahttrenner

Mein Nahttrenner (*) ist mein Retter in der Not, wenn dann doch mal was schief gegangen ist. Es kommt eben auch mit Näherfahrung immer mal wieder vor, dass du eine Anweisung falsch verstehst, oder die Naht nicht so wird, wie sie soll. Und manchmal gibt es eben auch Hilfsnähte, die wieder aufgetrennt werden müssen. Mit dem Nahttrenner fährst du unter den Faden und schneidest den Faden wieder auf. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich den Nahttrenner in meinem Nähmaschinenzubehör gefunden habe, aber nun ist er mein bester Freund, wenn ich mal wieder zu schnell war. Der Ritter in der schimmernden Rüstung sozusagen. Aber pass immer auf, dass er auch scharf ist, sonst wird es immer schwerer, den Faden aufzutrennen. Fazit: Unverzichtbares Must-Have, das in vielen Fällen bei der Nähmaschine schon dabei ist.

Der glänzende Retter: Mein Nahttrenner

Der glänzende Retter in der Not: Mein Nahttrenner

6) Bügeleisen & Bügelbrett

Kommen wir zu meinen letzten besten Freunden aus meinen Must-Haves wenn es ums Nähen geht, dem Bügeleisen (*) mit Bügelbrett (*). Nein, es war definitiv nicht Näh-Liebe auf den ersten Blick. Das hat tatsächlich etwas länger gedauert.

Zum Bügeln beim Nähen genügt dein normales Bügeleisen, das du sonst auch verwendest. Ich hatte meines schon lange vor meiner Nähmaschine und das Bügelbrett dazu ist von Ikea. Wenn du die Geduld hast, die Nähte ordentlich zu bügeln, verbindet sich das Garn besser mit dem Stoff und das Ergebnis sieht einfach sooo viel besser aus. Auch das Nähen selbst wird einfacher, wenn der Stoff sich nicht ständig verschiebt, sondern die Kante, die du gerade säumen willst, so bleibt wie sie soll. Probier es einfach mal aus!

Mein neuer Freund: Das Bügeleisen

Mein neuer Freund: Das Bügeleisen

Mit diesen Must-Haves kann es dann auch schon losgehen mit dem ersten Nähprojekt!

Du willst das meine Checkliste der Must-Haves als PDF zum Ausdrucken haben? Kein Problem, dann hol dir meine ultimative Checkliste zu den Must-Haves für die Näh-Grundausstattung!

Ultimative Checkliste zur Näh-Grundausstattung

 

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